|
Deutsche Gehörlosen-Tennismeisterschaften
in Mannheim Urs Breitenberger räumt ab Trotz der
geringen Teilnehmerzahl fanden die Deutschen
Gehörlosen-Tennismeisterschaften im Rahmen des
Gehörlosen-Sportfestes in Mannheim statt. Die Einzel-
Doppel- und Mixedwettbewerbe hielten das
Organisationsteam auf den Tennisanlagen des
Schützenvereins und des Clubs Grün-Weiß auf Trab.
Obwohl sich im Dameneinzel nur acht Teilnehmerinnen angemeldet hatten, blieben die Spiele bis zum Finale spannend. Dort trafen Tatjana Hebing und Heike Albrecht aufeinander, beide konnten im vergangenen Jahr verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Mit 6:1/6:0 ging der deutsche Meistertitel verdient an Heike Albrecht. Im Doppel jedoch gewann Tatjana Hebing mit ihrer Partnerin Yvonne Hartig vom GSV Karlsruhe Gold und im Mixed mit Vereinspartner Thorsten Vonthein Silber. Theresa Grüner aus Berlin und Silke Tibor aus Karlsruhe belegten den dritten Platz im Einzel. Verena Fleckenstein, das neu entdeckte Talent der Nationalmannschaft, wurde ausgerechnet bei ihrem Debüt bei den Gehörlosen-Meisterschaften vom Pech verfolgt und musste die restlichen Spiele der Finalrunde wegen Bauchbeschwerden aufgeben.
Bei den Herren hat der junge Neuwieder an Reife und Erfahrung gewonnen und so alle drei Meisterschaftstitel gewonnen: im Einzel, im Doppel mit Gunnar Kett vom GSV Karlsruhe und im Mixed mit Heike Albrecht aus seinem Verein. Neben Heike Albrecht ist Urs Breitenberger ein Hoffnungsträger für die Europameisterschaften. Im Einzelfinale spielte er gegen Ronald Krieg, der sich wegen Rückenbeschwerden mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste. Die dritten Plätze im Einzel gingen an den Nationalspieler Torsten Vonthein, der auch im Doppel mit Vereinskollege Hans Tödter Silber erringen konnte, und an Sebastian Schäffer, einen potenziellen Kandidaten für den Nationalkader.
Die
Jugendmannschaften, die die Basis für den nationalen
Tennissport bilden, waren leider mit jeweils zwei
Mannschaften nur spärlich vertreten. Bei den nächsten
Meisterschaften sollte so etwas nicht erneut passieren.
Da drei Tage für normale Spiele mit zwei Mannschaften zu
lang ausgelegt wären, wurde beschlossen, die Spiele nach
dem Daviscup-Prinzip zu planen. Die jungen Damen aus
Essen, die ihre Gegnerinnen bereits gut aus der Schule
kannten, besiegten die Spielerinnen aus Recklinghausen
überragend mit 4:1. Der erste Platz bei den männlichen
Jugendmannschaften ging zum ersten mal in der
Vereinschronik an den GSV Schwerte.
Zum Schluss wünscht die DGS-Sparte Tennis den
Nationalspielern gutes Abschneiden
Text: Henning Egge und Niklas Bildhauer
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||